Philipp Hoicke

Energie – Wirtschaft – Politikberatung

„Die Kunst des Klugen Handelns“, Rolf Dobelli


Rolf Dobelli beschreibt in seinem jüngsten Buch „Die Kunst des klugen Handelns“ 52 weitere Denkfehler und wie man sie umgehen kann. Der Schweizer Autor setzt damit sein Buch „Die Kunst des klaren Denkens“ fort. Auf insgesamt 235 Seiten erfährt man mehr über die eigenen Denkstrukturen und welche Fehler wir bei unserem Handeln ständig machen.

Die verschiedenen Kapitel führen zum Teil mit anschaulichen Beispielen in die Thematik unserer Denkmuster ein – Vorwissen ist daher nicht erforderlich. Jedem Denkfehler widmet Dobelli drei Seiten und unterfüttert die anschaulichen Beispiele mit fundierten wissenschaftlichen Ergebnissen. Dabei führt Dobelli alltägliche Denkfehler auf unsere menschlichen Urinstinkte aus grauer Vorzeit zurück, denen wir uns auch in heutiger Zeit nicht entledigen können. Sei es die Identifikation mit einem Produkt, einem Unternehmen und sogar mit einem bestimmten Fußballverein – alles ist auf das menschliche Gefühl der Gruppenzugehörigkeit zurückzuführen, das er im Kapitel In-Group/Out-Group Bias beschreibt.

Weitere Kapitel sind (Auszug):

  • Wie sie mit Boni Motivation zerstören – Motivationsverdrängung
  • Wie sie als Manager bessere Zahlen ausweisen, ohne etwas dafür zu tun – Will-Rogers-Phänomen
  • Hast du einen Feind, gib ihm Information – Information Bias
  • Warum kleine Filialen aus der Reihe tanzen – Das Gesetz der kleinen Zahlen
  • Warum wir schlecht über die Aufsteiger reden – Social Comparison Bias
  • Warum Geld nicht nackt ist – House Money Effect

Zum Schluss erklärt der Autor natürlich wie man den jeweiligen Fehler im eigenen Denken ausschalten kann. Nur wenn man sich der eigenen Fehler im alltäglichen Leben und Handeln – sei es im privatem Bereich, auf der Arbeit, als Unternehmer oder Politiker – bewusst wird, kann man sich ihnen stellen und versuchen, sie nach und nach zu eliminieren. Das Interesse an Rolf Dobellis Denkfehler bescherte ihm sogar eine eigene Kolumne in der Frankfurter Zeitung und der Schweizer Sonntagszeitung.

Der ein oder andere Fehler, den Dobelli in seinen Büchern darlegt, ist natürlich nicht neu und dürfte vielen Lesern bekannt sein. Dennoch besteht die Leistung des Buches darin, die zum Teil sicherlich komplexe Thematik des menschlichen Denkens auf wenige und verständliche Seiten zu beschreiben. Aus diesem Grund ist es sehr lesenswert.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 12. September 2012 von in Literaturtipps und getaggt mit , .

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