Philipp Hoicke

Energie – Wirtschaft – Politikberatung

Warum scheitern wichtig ist!

Foto: Flickr.de (Liebeslakritze) Lizenz: CC BY-SA 2.0

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FuckUp-Nights sind mehr als Therapiestunden

Wer in Deutschland ein Start-up-Unternehmen gründet und sich mit einer Idee selbstständig macht, hat es oft nicht leicht. Jeder träumt davon, eine millionenschwere Idee auf den Markt zu bringen und das neue Apple, Amazon und Co. zu sein. Doch viele sind von ihrem Traum geblendet.

Diese Illusion nennt man Survivorship Bias. Dieser Denkfehler basiert auf der Tatsache, dass man systematisch die eigenen Erfolgswahrscheinlichkeiten überschätzt. In der Presse liest man selbstverständlich nur über die erfolgreichen Start-up-Unternehmen, die es innerhalb weniger Jahre an die Börse geschafft haben. Microsoft, Facebook sind klassische Beispiele dafür. Doch wir verkennen die Chance, solch eine Idee zu haben bzw. diese an den Markt zu bringen und zu etablieren.

Von den meisten Existenzgründungen überlebt der überwiegende Teil das erste Jahr nicht. Viele weitere lösen sich nach maximal drei Jahren wieder auf. Dieser Vorgang ist aber auch normal. Um ein marktfähiges Start-Up zu gründen benötigt es halt viele Versuche. Die Anzahl der Versuche, die es gebraucht hat, um Google, Apple oder Tesla (was noch immer massive rote Zahlen schreibt) hinterfragt niemand.

Dagegen stellen die sogenannten Fuckup-Nights diese gescheiterten Projekte und Firmen bewusst in den Mittelpunkt. Ehemalige Geschäftsführer können auf diesen Veranstaltungen von ihrem Weg des Scheiterns erzählen.

Zum einen ist dies eine Art Therapiestunde, mit dem eigenen Fehlschlag umzugehen. Zum anderen bietet es aber den Zuhörern die Möglichkeit, falsche Wege oder Probleme bei der Existenzgründung aufgezeigt zu bekommen. Dies ist ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Aspekt, wenn man den Survivorship Bias als allgemeinen Denkfehler ausschalten möchte.

Dies wäre auch eine angemessene Umgangsform für Unternehmen. Welches Unternehmen nimmt sich schon von Zeit zu Zeit die gescheiterten Projekte vor und analysiert ehrlich, warum diese nicht zum Erfolg geführt haben? Die Antwort liegt darin, dass alle, Medien, Investoren, Geschäftsführer, Aufsichtsräte meistens von den erfolgreichen Projekten geblendet werden und niemand fragt, wie viele Ideen denn vorher ausprobiert wurden und warum diese letztendlich gescheitert sind.

Um eine ehrliche Analyse zu machen ist also ein Blick auf den Projekt-Friedhof sinnvoll, auch, um aus den Fehlern zu lernen.

Mehr dazu unter: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/fuckup-night-unternehmer-erzaehlen-vom-scheitern-a-1034303.html

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 3. Juni 2015 von in Allgemein, Fundstücke, Querdenker, Strategie, Wirtschaft und getaggt mit , , , , .

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